Category

Europa 2020/2021

Category

In Slowenien sind wir in 1 Woche, 1 Tag und 24 Minuten 555 Kilometer gefahren. 

Unser 8. Reiseland war Österreich, für das allerdings auch nur eine knappe Woche Zeit war, bevor wir unsere erste Verabredung in Deutschland hatten. 

Vor dem Karawankentunnel umgingen wir den kleinen PkW-Stau auf der LKW-Spur, die ausnahmsweise tatsächlich einmal schneller war. 

Unsere zweite Woche in Slowenien startete kurvig, eng und anstrengend. 

Von unserem letzten Stellplatz am Ski Resort sollten es nur 70 km nach Bohinjska Cešnjica sein, wo wir auf einem offiziellen WoMo Platz übernachten wollten. 

Vielleicht dachte unser Garmin Navi wir hätten noch nicht genug vom Land gesehen, oder suchten noch ein paar Herausforderungen. Auf jeden Fall schickte es uns auf die bisher anstrengendste Etappe unserer ganzen Reise…

In Kroatien sind wir in 2 Wochen, 1 Tag und 22 Stunden 924 km gefahren. 

Unser nächstes Land war Slowenien. Die Einreise am kleinen Grenzübergang bei Vinica lief problemlos. Nach einem kurzen Blick des Grenzbeamten in Dusche und Bad, um zu kontrollieren ob wir jemanden einschleusen wollen, waren wir in Slowenien. Niemand wollte einen Test sehen oder wissen, wie lange unsere Impfung her ist. 

Quelle: Wikipedia.org

Mal wieder ein See. Über die Autobahn fuhren wir ca. 100 km nach Norden, bezahlten wieder € 13,00 und kamen uns teilweise vor wie zu Hause. Ein nicht unerheblicher Teil der Verkehrsteilnehmer bestand aus Deutschen, Camper wie PKWs…

Nach einer entspannten Fahrt standen wir am Ufer eines kleinen Sees, hörten den unzähligen Fröschen zu und genossen die Aussicht und die Ruhe – bis auf die Frösche, die uns mit immerhin 59 db die Ohren vollgequakt haben 😉. 

In 1 Woche, 2 Tagen und 2 Stunden sind wir in Montenegro 501 km gefahren. 

Als Nächstes ging es nach Kroatien. Wir entschieden uns für den kleinen Grenzübergang Granicni prijelaz Vitaljina ganz im Süden Kroatiens, auch um uns Bosnien-Herzegowina im Transit zu ersparen. Kurz vorher machten wir (zum Glück) noch den notwendigen Covid Schnelltest, diesmal wollte ihn der Grenzbeamte tatsächlich sehen…

Auch dieser Grenzübertritt verlief völlig entspannt und problemlos und nach ein paar Minuten waren wir im 5. Land unserer Reise. 

Quelle: lust-auf-kroatien.de

Der Grenzübergang in Hani i Hotit lief völlig problemlos. Irgendwie hatten wir vergessen, den nötigen PCR-Test zu machen 😉, machte aber nichts-keiner wollte ihn sehen…

Die montenegrinischen Zollbeamten ließen sich ein paar Stauklappen öffnen und warfen einen Blick in die Wohnkabine, aber eigentlich nur aus reinem Interesse. Lt. ihrer Aussage waren wir „the best car this year“, alle waren super entspannt und freundlich. 

Nach 1 Woche, 1 Tag, 23 Stunden und 43 Minuten hatten wir damit Albanien verlassen und waren gespannt auf unser neues Reiseland. 

Albanisches Luxushotel kurz vor der Grenze – über Geschmack lässt sich nicht streiten…

Nach zwei Nächten auf dem Camping Tirana machten wir uns wieder auf den Weg Richtung Montenegro. Unser nächster Stop war das Agritourismo „Mrizi i Zanave“, ca. 30 km vor der Grenze. Bei der Stellplatzsuche stolperten wir über diesen Bauernhof, der auch Übernachtungsplätze für Camper anbietet. Wir erwarteten einen kleinen Hof mit einem einfachen Restaurant und landeten bei einem top aufgezogenen Betrieb.

Der Grenzübertritt in Kakavia von Griechenland nach Albanien verlief völlig problemlos. Der griechische Zollbeamte interessierte sich für Ingo nur aus purer Neugier und wollte nur deshalb gerne einen Blick ins Innere werfen, der albanische Zöllner interessierte sich für gar nichts außer den Papieren. Nach noch nicht einmal 15 Minuten waren wir in Albanien. 

Quelle: Wikipedia.org

3 Monate, eine Woche, 6 Tage und 23 Stunden waren wir in Griechenland unterwegs.

Unsere Grobroute:

Griechenland hat es uns ein bisschen schwer gemacht. 

Seit wir hier waren, bewegten wir uns vorwiegend in roten Zonen. Hell- oder dunkelrot, machte aber nicht wirklich einen Unterschied. Eigentlich durften wir gar nichts. Bewegen durften wir uns nur, wenn überhaupt, mit einer ausgefüllten Selbsterklärung, in der ein Grund für das Verlassen der eigenen vier Wände angegeben ist. In unserem Fall entweder Einkaufen oder Hundespaziergang. Diese Zettel füllten wir in der Regel gar nicht aus, oder aber mit Bleistift. Wirklich lesbar waren sie bald nicht mehr… Kein Mensch wollte sie jemals sehen, trotzdem hatten wir sie immer dabei. 

Die meisten Geschäfte hatten geschlossen, einkaufen konnte man eigentlich nur Lebensmittel. Restaurants und Cafés hatten zu, mit Glück erwischte man eins mit take away. 

Keine der Sehenswürdigkeiten war anfangs zu besichtigen, außer denen, die frei zugänglich sind (das änderte sich nach ungefähr der Hälfte unseres Aufenthalts).

Freies Stehen am Strand o.ä. ist offiziell verboten, wird in der Nebensaison aber normalerweise toleriert. Wir hatten die ganze Zeit keine Probleme mit der Ordnungsmacht, die Berichte über verhängte Strafen häuften sich aber. Die meisten Campingplätze hatten geschlossen, man hatte also gar keine Wahl. 

Der Wechsel zwischen Regionen war nicht erlaubt, regelmäßig ploppte eine SMS auf dem Handy auf, in der wir freundlich darauf hingewiesen wurden (unsere Daten mussten wir bei der online-Registrierung zur Einreise angeben). 

Was also hielt uns in diesem Land ?

Zum Einen hatten wir nicht viele Alternativen. Verlassen konnten wir Griechenland nur auf dem Seeweg nach Italien oder auf dem Landweg über einen bestimmten Grenzübergang nach Bulgarien. Das änderte sich gegen Ende, auch die Ausreise nach Albanien war dann möglich, was wir ja auch getan haben. 

Zum Anderen ist es einfach schön hier. Die Menschen sind unglaublich gastfreundlich und hilfsbereit und das obwohl sie deutlich eingeschränkter leben müssen als wir momentan. 

Die Landschaft ist in größten Teilen wunderschön, das Wetter passt meistens auch und wir fanden immer wieder tolle Stellplätze mitten in der Natur. 

Nie hatten wir eine unangenehme Begegnung, ganz im Gegenteil. 

Griechenland hat uns ausnehmend gut gefallen, wir haben uns immer wohl gefühlt, sind dankbar für diese unglaubliche Gastfreundschaft und behalten das Land und die Menschen in guter Erinnerung !