In Slowenien sind wir in 1 Woche, 1 Tag und 24 Minuten 555 Kilometer gefahren. 

Unser 8. Reiseland war Österreich, für das allerdings auch nur eine knappe Woche Zeit war, bevor wir unsere erste Verabredung in Deutschland hatten. 

Vor dem Karawankentunnel umgingen wir den kleinen PkW-Stau auf der LKW-Spur, die ausnahmsweise tatsächlich einmal schneller war. 

Der Grenzübergang hinter dem Karawankentunnel war der entspannteste bisher. Auf der slowenischen Seite war nicht einmal eine Grenze zu erkennen und auf der österreichischen wurden wir ohne Anhalten durchgewunken. Auch hier auf der LKW-Spur schneller als die PKW 👍. Keine Rede von Test oder Impfstatus…

Da ich ein paar Tage später meinen Arzttermin in Villach hatte, entschieden wir uns für den Campingplatz Kalkgruber am ca. 20 km entfernten Ossiacher See, wo wir ein wenig Pause vom Reisen machen wollten. 

Der Platz hatte keinen direkten Seezugang, was ihn vermutlich leerer machte als die direkt am Ufer liegenden. Er war klein, nur ungefähr zu 1/4 gefüllt und lag direkt am Naturschutzgebiet Bleistätter Moor. Bei über 30° stand uns nicht der Sinn nach langen Erkundungstouren, so dass wir die Tage einfach nur faul im Gartenstuhl verbrachten – war auch mal schön 🙂. 

Die einzig erwähnenswerte Aktivität war der Spaziergang zum Domenig Steinhaus. Der Bau wird von den Einheimischen „das Ungetüm“ genannt und ist in der gesamten Gegend sehr umstritten. Zwischen 1982 und 2008 errichtete der inzwischen verstorbene Architekt Günter Domenig auf seinem Ufergrundstück ein 850 m2 großes Gebäude für das Landschaftsformationen mit Fels, Hügeln und Schluchten als Motive für die Architektur dienten. Sicher ist das Ganze nicht jedermanns Geschmack, uns hat der Bau aus Beton, Stahl und Glas aber gefallen. Eigentlich kann man es auch von innen besichtigen, nur leider nicht an dem Tag an dem wir dort waren. 

Ansonsten transportieren wir drei Tage lang unsere Stühle von einem Schattenplatz zum nächsten und genossen die etwas kühleren Abende. 

Lui teilt sich mit Uwe die Kühlmatte 😉

Bei der Abfahrt vom Campingplatz stießen wir auf unser altes österreichisches Problem. So gut wie alle kleineren Landstraßen sind gesperrt für LKW > 7,5 t. Trotzdem fuhren wir am Ossiacher See entlang nach Villach, schließlich sind wir ein Camper und kein LkW… 🙄.

Als Erstes steuerten wir eine Apotheke an, wir brauchten FFP2 Masken. Seit wir Deutschland vor etwa 10 Monaten verlassen hatten, war das ein Artikel, den wir weder benötigten geschweige denn bekommen hätten. Nachdem wir mit dem vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz ausgerüstet waren, konnten wir auch in einem Supermarkt, um unseren leeren Kühlschrank wieder zu füllen.

Nach einer etwas komplizierteren Umleitung wegen einer gesperrten Brücke landeten wir bei Camping Gerli im Westen von Villach. Hätte der Platz nicht so günstig für meinem Arzttermin am nächsten Tag gelegen, wir hätten auf der Hacke umgedreht. Das Gelände war geprägt von mehr oder weniger gepflegten Dauercamping Parzellen (incl. Gartenzaun, Hecke, Küche im Vorzelt etc.) und wir standen auf einer Wiese mitten drin…

Abgesehen davon dass die Anfahrt zur Klinik in Villach für uns eigentlich gar nicht möglich war (alle Straßen gesperrt > 3,5 t), verlief der Termin bzgl. meines Fingers völlig problemlos. Nach einer Stunde incl. Röntgen konnte ich mit der Diagnose „gebrochen“ und einer Schiene das Krankenhaus wieder verlassen.

Nachdem wir aus Villach wieder draußen waren, auch hier nur über für Ingo gesperrte Straßen, durchquerten wir Österreich zügig und fuhren bei Salzburg wieder nach Deutschland. Auch das war ein sehr unkomplizierter Grenzübergang, kein Anhalten, keine Kontrollen.

Insgesamt sind wir an 4 Tagen, 3 Stunden und 37 Minuten 313 km gefahren. Es bleibt festzuhalten, dass Österreich das Land mit den meisten Durchfahrtsbeschränkungen auf unserer gesamten Reise ist.

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Ellen Van Dongen
Ellen Van Dongen
3 Monate zuvor

Gute Besserung und bleibt Gesund ! Glg von Ad und Ellen ( Kalkgruber Camping)😘

Tanja Storm
Tanja Storm
3 Monate zuvor

Gute Besserung und ganz lieben Gruß von uns. 🍀🌞

Chris
Chris
3 Monate zuvor

Gute Besserung und willkommen zu Hause….
cu
Birgit&Chris

Ariane und Udo Janshen
Ariane und Udo Janshen
3 Monate zuvor

Hallo Ihr Zwei. Dann hoffen wir, Ihr habt ein paar schöne Wochen in Deutschland mit Euren Lieben, um Kraft für die neuen Abenteuer zu tanken. Was den Finger und die Gesundheit überhaupt betrifft, wünschen wir gute Genesung und nur das Beste. Liebe Grüße von Ariane und Udo