Unsere zweite Woche in Slowenien startete kurvig, eng und anstrengend. 

Von unserem letzten Stellplatz am Ski Resort sollten es nur 70 km nach Bohinjska Cešnjica sein, wo wir auf einem offiziellen WoMo Platz übernachten wollten. 

Vielleicht dachte unser Garmin Navi wir hätten noch nicht genug vom Land gesehen, oder suchten noch ein paar Herausforderungen. Auf jeden Fall schickte es uns auf die bisher anstrengendste Etappe unserer ganzen Reise…

Alles fing noch recht harmlos an, bis wir irgendwann auf einen Weg abbogen der ziemlich steil und schmal in den Wald führte. Die Rufe von ein paar Einheimischen verstanden wir nicht, zwar konnten wir uns denken dass sie uns vor der Weiterfahrt warnten, ignorierten es aber geflissentlich. Ziemlich schnell ging das Ganze in Schotter über, der Weg kaum breiter als Ingo, kilometerlang durch den Wald, kurvig und rechts immer am Abgrund. Zu allem Überfluss war irgendwann auch noch die Straße gesperrt und die Umleitung war im Prinzip nur ein Fußweg. 

Zusätzlich bescherte uns eine für über 3,5 t gesperrte Ortsdurchfahrt noch einen Umweg von ca. 30 km. Ein Trost war die wirklich schöne Landschaft durch die wir im Schritttempo gefahren sind.

Durch Bled, mit der Wallfahrtskirche auf einer Insel im Gletschersee, sind wir nur durchgefahren. Kurz hatten wir überlegt auf dem städtischen WoMo Stellplatz zu übernachten, er war uns aber zu hässlich und zu laut.

Wir machten einen kurzen Stop am monumentalen Mahnmal  für die Schlacht von Drazgose (Interessierte bitte googeln) und hatten es nach 5,5 Stunden endlich geschafft. 

Unser Stellplatz lag in einer Bilderbuchlandschaft mit Blick in die Berge. Zwar füllte es sich im Laufe des Abends, trotzdem hatten wir einen schönen Abend und eine ruhige Nacht. 

Wir disponierten kurzfristig um, verkürzten unseren Aufenthalt in Slowenien und machten uns auf den Weg Richtung Österreich. Wir befanden uns am Rand des Triglav Nationalparks, es war Wochenende, frei stehen strengstens verboten und vermutlich voll. Auf all das hatten wir keine Lust und verbrachten unsere letzte Nacht in Slowenien auf dem grenznahen Campingplatz Perun Lipce in Jesenice. Ein schönes Areal mit Blick auf den „Hochstuhl“, mit 2.237 m der höchste Gipfel der Karawanken. Leider hörte man das Rauschen der nahen Autobahn, trotzdem war es eine schöne letzte Nacht.

Zwischendurch mussten wir uns noch die DARS Go Box für die slowenische Maut besorgen. Waren wir bisher ausschließlich mautfrei unterwegs gewesen, benötigten wir für die letzten paar Kilometer tatsächlich noch so ein Teil. Eigentlich nur, weil wir den Karawankentunnel fahren wollten, aber es half ja nichts… Ingo ist zu groß für die Vignette (>3,5 t), also musste die Box her. Fündig geworden sind wir nach ein bisschen Mailverkehr zwischen Uwe und DARS an einer Tankstelle in der Nähe unseres Campingplatzes.

Den extrem warmen und schwülen Nachmittag verbrachten wir u.a. mit Wäsche waschen und haben seit langem mal wieder draußen gegrillt und gegessen. Lui hat sich über den Kotelettknochen gefreut und den Freilauf der zum Platz gehörenden Hundeschule ausgiebig ausgenutzt.

Nach etwas mehr als einer Woche verlassen wir dieses hübsche und gastfreundliche Land, freuen uns jetzt auf Österreich und das baldige Wiedersehen mit Familie und Freunden.

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Ingeborg
Ingeborg
3 Monate zuvor

Eine wirklich wunderschöne Landschaft zeigt Ihr uns und lasst uns teilhaben. Aber diese Strapazen, großer Ingo – kleine Pfade…oh mich schüttelts bei dem Gedanken, ich müßte das tun.
Habt eine schöne Reise nach Österreich. Bleibt gesund!
Liebe Grüße, Helmut und Ingeborg

Chris
Chris
3 Monate zuvor

….und nicht in der Soča gebadet…tscha, man kann nicht alles haben…
Hier mitlerweile über 30°, und schon wieder viel zu trocken.
cu
Birgit&Chris, der den Sommer nicht mag