Der sehr touristische Süden Perus hat einiges zu bieten. U.a. eine der schönsten Städte des Landes, eines der sieben neuen Weltwunder, bunte Berge, aber eben auch jede Menge Touristen.

Unsere Route:

Sonntag, 10.08.2025

Wir verließen unseren ruhigen Übernachtungsplatz an den Salineras de Maras, wohl wissend, dass wir es so einsam so schnell nicht mehr bekommen würden. Auf dem Weg nach Cusco lag die kleine Stadt Pisac, ein nettes „Hippie Dorf“ mit bunten Häusern, Räucherstäbchen an jeder Ecke und vielen alternativen Aussteigern und Hängengebliebenen.

Wir schlenderten gemeinsam mit jeder Menge anderer Besucher ein bisschen durch die Gassen, bevor wir eine Pause bei „Ulrike“ einlegten, einem Café, das u.a. für seine verschiedenen Cheesecakes berühmt ist. Der Kuchen war wirklich super, der Cappuccino auch, der Service hatte ein bisschen Potential nach oben.

Wegen der Vielzahl der Besucher findet der Markt in Pisac mittlerweile fast jeden Tag statt, offensichtlich lieben Touristen Märkte in anderen Ländern, ein Phänomen, das uns schon seit über 5 Jahren begleitet. Wir besuchen Märkte in der Regel einfach nur um einzukaufen, die Waren sind frischer und sehr viel günstiger als in den mehr oder weniger gut sortierten Supermärkten.

Direkt hinter der Stadt steigt die Straße von etwa 2.900 m steil auf 3.400 m an, es bieten sich schöne Aussichten in das sog. heilige Tal und auf die Felsenfestung von Pisac, einer archäologischen Stätte aus der Inkazeit. Wir verzichteten auf einen Besuch und ließen auch die zahlreichen anderen Ausgrabungen in der Gegend links liegen, von alten Steinen hatten wir momentan genug. Nicht zu übersehen war auf jeden Fall, dass wir uns in einer extremen Touristengegend befanden, mit dem „normalen“ Peru wie wir es bisher kannten, hatte das alles nicht viel zu tun.

Am frühen Nachmittag erreichten wir unser Basislager für die nächsten Tage, den Campingplatz Quinta Lala oberhalb von Cusco. Der Füllegrad war erstaunlich und etwas erschlagend, wir bevorzugen es eigentlich nicht so voll, Betreiberin Mili hat mit ihrem Platz aber ein Alleinstellungsmerkmal in der Stadt 🤷🏻‍♀️.

Montag, 11.08.2025 und Dienstag, 12.08.2025

Cusco, eine der schönsten Städte Perus und das ehemalige Herz des Inkareichs wartet mit präkolumbischen und kolonialen Sehenswürdigkeiten auf, hat eine reizvolle Altstadt mit vielen Restaurants und Cafés – und viel zu viele Touristen. Zumindest für unseren Geschmack…

Ein Bummel durch die Stadt machte gemeinsam mit diesen Menschenmassen einfach keinen Spaß. Wie immer gilt, wir sind Teil davon, aber wer es vermeiden kann zur Hochsaison dort zu sein, sollte es tun. Wir flüchteten in ein ruhiges Café und traten verhältnismäßig schnell den Rückzug an.

Wo der Spaß mit dem Massentourismus dann aber wirklich aufhört ist, wenn ein Alpaka-Baby den ganzen Tag durch die Stadt geschleppt und irgendwelchen hirnlosen Reisenden gegen Bezahlung für ein Foto auf den Arm gedrückt wird. Kein Wunder, dass die Tiere jede Gelegenheit nutzen, um Reißaus zu nehmen. Wobei das entkommene Alpaka tatsächlich besser erzogen war als mancher Hund und auf Zuruf brav zurück zu seiner Besitzerin trabte.

Abgesehen von diesem etwas ernüchternden Stadtbesuch beschäftigten wir uns mit der Vorbereitung für unseren Ausflug nach Machu Picchu am nächsten Tag. Das Taxi würde morgens um 5.30 vor der Tür stehen, um 6.40 war Abfahrt für den Bus zum Zug (das Phänomen „Schienenersatzverkehr“ verfolgt einen um die ganze Welt…), um 10.50 war die planmäßige Ankunft in Aguas Calientes, bzw. seit Neuestem Machu Picchu Pueblo. Wir freuten uns !

Mittwoch, 13.08.2025

Die Organisation des Besucher-Massen-Transports war schwer beeindruckend. Der Ablauf am Bahnhof war schnell, super pünktlich und ausgesprochen freundlich. Ständig wurden wir von adrett gekleideten Angestellten von PeruRail „an die Hand genommen“ und von Station zu Station geleitet. Wegen eines Felsrutsches war die Bahnstrecke zwischen Cusco und Ollantayambo gesperrt, die Busfahrt dorthin sollte 2 Stunden und 10 Minuten dauern, nach 2 Stunden und 15 Minuten waren wir da. Bei einer Strecke von 60 km bergauf und bergab, durch diverse Dörfer, Städte und Marktstände eine fast schon unglaubliche Punktlandung.

Angekommen in Ollantayambo bekamen wir einen ersten Vorgeschmack auf die Menschenmengen, die uns in Machu Picchu Pueblo erwarten würden. Trotzdem lief auch hier alles reibungslos und super organisiert. Unsere Plätze in der günstigsten Klasse („Expedition“) waren mit breiten Ledersitzen und Panoramascheiben ausgestattet, leider aber auch mit Panflötenmusik in Dauerschleife. Die durchfahrene Landschaft war wunderschön, es boten sich tolle Ausblicke, u.a. auch auf die Wanderer des berühmten Inca Trails und ihre Träger. Beeindruckend, was v.a. letztere auf der 4-tägigen Wanderung über 43 km und 1.400 m im Anstieg leisten.

Auf die Minute pünktlich kamen wir in Machu Picchu Pueblo an und mussten zunächst einen ziemlich weitläufigen Markt durchqueren, in dem sich ein Souvenir Stand an den nächsten reihte, alles natürlich „handgefertigt“… Auf jeden Fall war das aber schon mal eine gute Vorbereitung auf den Rest des Ortes.

Nachdem wir das Labyrinth der Marktstände hinter uns gelassen hatten, war unser erster Weg zum Ticket Büro um die Eintrittskarten für Machu Picchu zu kaufen. Wir konnten es kaum glauben, es gab keine Schlange, wir wurden sofort an einen Schalter geleitet, wo unsere Pässe gescannt wurden, jemand anders brachte uns 10 Schritte weiter zu einem anderen Schalter und nach ca. 8 Minuten hatten wir unsere Karten für den übernächsten Tag. Wir bekamen unsere Wunschroute durch die sehr reglementierte Ausgrabung, zu fast unserer favorisierten Uhrzeit.

Unglaublich ! Wir waren auf stundenlanges Anstehen zu nachtschlafenden Zeiten vorbereitet gewesen. Das System für den Kartenverkauf wurde vor ein paar Wochen umgestellt und funktionierte trotz Hauptsaison nahezu optimal. Glücklich erklommen wir die nicht besonders einladenden 100 Stufen zu unserer Unterkunft für die kommenden drei Nächte.

Die Rupa Rupa Ecolodge war ein klassischer Fall von guter Vermarktung auf den einschlägigen Plattformen. Wir würden die Unterkunft niemandem empfehlen, außer der Dusche und dem Blick aus dem Fenster (wenn man den Blick nicht zu tief sinken ließ) war eigentlich alles enttäuschend…

Den Nachmittag verbrachten wir mit der Erkundung des mit Abstand touristischsten Dorfes, das wir jemals gesehen haben. Die spanische Mittelmeerküste oder italienische Skiorte sind nichts dagegen. Der Ort hat 5.000 Einwohner, ungefähr genauso viele wie tägliche Besucher. Und genau so sieht es auch aus. Eigentlich gibt es nur Restaurants, Hotels, Souvenirshops und Massagesalons. Das nervige „Masaaaaaasch“ schallt ständig durch alle Gassen.

Etwas versöhnt wurden wir mit einem hervorragenden Abendessen, bestehend u.a. aus Alpaka Steak, neben Meerschweinchen ein weiteres typisches Gericht der Anden. Der größte Unterschied ist, dass man von Alpaka auch satt wird.

Donnerstag, 14.08.2025

Wir empfanden es als ziemlich schwierig, in Machu Picchu Pueblo Zeit zu verbringen. Das Dorf ging uns irgendwie auf die Nerven und unsere Unterkunft lud nicht unbedingt zum Verweilen ein. Wir flüchteten in die Natur und konnten immerhin einen ersten Blick auf die Ruinen von Machu Picchu werfen.

Wieder schlenderten wir nachmittags durch die Straßen, zu den typischen Touristen mit Ponchos und Fell- oder Wollmützen gesellten sich dieses Mal auch noch Panflötenspieler. Sofort kamen Assoziationen mit deutschen Fußgängerzonen hoch 🫣. Das Dorf war einfach nicht unser Ding, genauso wenig wie die peruanischen Nackthunde, die einem überall begegnen. Da lobten wir uns doch den schottischen Collie, auch wenn er etwas fehl am Platz wirkte.

Durch Zufall gerieten wir in den Teil des Ortes, der von den Einheimischen bewohnt und kaum von Touristen besucht wird. Hier gab es tatsächlich leere Straßen ohne ständige Ansprache. Zwar nicht hübsch, aber erholsam !

Den Abend verbrachten wir wieder mit ausgezeichnetem Essen, eigentlich erstaunlich, dass es in so einer Touristen Nepp Falle tatsächlich richtig gute Restaurants gibt.

Freitag, 15.08.2025

Um 7.30 standen wir in der langen Schlange für die Busse, die uns und 498 weitere Menschen für den Einlass um 9.00 zu den wohl berühmtesten Ruinen der Welt karren würden. Die Besucherzahl ist auf 5.000 pro Tag begrenzt, aufgeteilt auf 10 stündliche Einlasszeiten und 3 Hauptrouten mit jeweils 2-3 Unterrouten. Schon beim Kartenkauf muss man sich für seine Wunschroute und die Uhrzeit entscheiden, vorausgesetzt man hat überhaupt noch eine Wahl… Wir hatten das unglaubliche Glück gehabt, Karten für die klassische Route 2A für morgens um 9.00 zu bekommen. Nur bei diesem Rundgang kommt man an den Aussichtspunkten für DAS Fotomotiv von Machu Picchu vorbei, die Ansicht über die Ruinen, die wirklich jeder schon einmal gesehen hat.

Um 8.30 saßen wir tatsächlich in einem der Busse, um kurz vor 9.00 waren wir über 13 Serpentinen bei der 9 km entfernten Ausgrabung angekommen, um kurz nach 9.00 hatten wir die Anlage betreten. Insgesamt ein beeindruckend geschmeidiger und gut organisierter Ablauf mit hervorragender Ausschilderung zur Lenkung der Besucherherden. Relativ kurz nach dem Eingang erreichten wir in Gesellschaft ganz vieler anderen Menschen die terrassenförmig angelegten Aussichtspunkte, wegen denen eigentlich jeder nach Machu Picchu möchte, alle wollen DAS Foto. Natürlich auch wir…

Es war ein ganz besonderes Gefühl dort zu stehen und den Ausblick zu haben, den man schon seit Jahrzehnten von Kalendern, aus Bildbänden, Fernsehberichten oder sonstigen Fotos kennt.

Zunächst war alles noch ein wenig wolkenverhangenen, es riss aber immer mehr auf und da wir ohne antreibenden Guide unterwegs waren, konnten wir uns alle Zeit der Welt lassen. Wir genossen die Aussicht von den unterschiedlichen Terrassen und konnten es irgendwie nicht fassen, dass wir jetzt selbst dort standen.

Ganz in Ruhe gingen wir unsere Route durch die Ausgrabung, der Menschenstrom verteilte sich im Anschluss erstaunlich gut, Stau gab es eigentlich nur an den klassischen Fotospots oder wenn mehrere Guides mit ihren teilweise großen Gruppen aufeinander trafen. Das Ganze ist als Einbahnstraßensystem angelegt. Wenn man einmal an einem Punkt vorbei ist, hat man keine Chance mehr noch einmal zurück zu kommen, weil dann vielleicht das Licht besser, oder weniger Leute vor Ort wären.

Für uns war der Besuch von Machu Picchu definitiv ein weiteres absolutes Highlight unserer bisherigen Reise und den Aufwand der Anreise und die damit verbundenen Kosten auf alle Fälle wert. Wer sich für die Hintergründe und die Geschichte der Stätte interessiert, möge bitte bei Wikipedia nachlesen.

Nach knapp drei Stunden machten wir uns auf den Rückweg und stellten uns erneut in eine lange Schlange für die Busse, die aber wieder erstaunlich schnell abgearbeitet war. Nach nur 30 Minuten Wartezeit fuhren wir über die engen Serpentinen zurück in unser „Basislager“.

Samstag, 16.08.2025 bis Dienstag, 19.08.2025

Wir waren froh, am Samstag das Disneyland Machu Picchu Pueblo verlassen zu können, nach 5 Stunden reibungsloser Rückfahrt waren wir glücklich wieder bei Ingo.

Sonntag Nachmittag besuchten wir ein weiteres Mal das übervolle Cusco. Die Stadt ist wirklich schön mit ihren vielen verwinkelten Gassen und hübschen Gebäuden, der Füllegrad nahm uns aber auch dieses Mal ein bisschen die Freude an einem ausgedehnten Stadtbummel.

Wir schafften es aber trotz der Menschenmassen einen Blick auf den berühmten 12-eckigen Stein zu werfen, wohl das eindrucksvollste Beispiel der Steinmetzkunst der Inkas.

Um die Stadt noch ein bisschen voller zu machen, fanden diverse Prozessionen und eine Veranstaltung des Colegio Nacional de Ciencias (Nationale Hochschule für Wissenschaft und Künste) statt, an der die Jahrgänge ab mindestens 2001 teilnahmen. Gut gekleidete Herren (die Damen fungierten nur als Statistinnen) marschierten Fahnen tragend vor ein Rednerpult, Trommeln wurden geschlagen, die Nationalhymne gesungen und dazu reichlich Bier getrunken.

In nahezu allen Souvenirshops des ganzen Landes werden bunte Schnüre mit Kugeln verkauft, angelehnt an die sog. Quipus, die Knotenschüre der Inka. Die Inka kannten keine Schrift, stattdessen benutzten sie ein kompliziertes System, mit dem sie die ständig wachsenden Datenmengen kontrollierten, die bei der Steuerung des Riesenreiches anfielen. Mit Hilfe von Knotenschnüren, die sich nach Größe, Form und Farbe unterschieden, berechneten sie u. a. den richtigen Zeitpunkt für die Aussaat, den landesweiten Bedarf an Lebensmitteln, anfallende Arbeitsstunden, Tributzahlungen – einfach alles. Im ganzen Staatsgebiet waren dazu speziell ausgebildete Quipucamayoc unterwegs, Buchhalter, die zu den Wenigen gehörten, die Knotenschnüre anfertigen und lesen konnten. Diese Knotenschnüre funktionierten nach dem Dezimalsystem.

Cuscos Kopfsteinpflastergassen sind zum Teil so schmal, dass gerade mal ein Auto durch passt, manche Fußwege haben die Breite eines Schwebebalkens, die Steigungen sind teilweise beachtlich. In einer dieser steilen Gassen hat sich unser Taxifahrer auf dem Rückweg zum Campingplatz einen platten Reifen gefahren, als er in der Steigung anhalten musste und nur mit sehr viel Mühe auf dem rutschigen und unebenen Pflaster wieder in Bewegung kam. Zur Gewichtsreduzierung mussten wir aussteigen, einige Passanten schoben und wir rannten bergauf dem Taxi hinterher, bis wir auf einem ebenen Stück wieder einsteigen konnten.

Von einem weiteren Stadtbesuch sahen wir ab, wir erledigten noch ein paar Servicearbeiten rund um Ingo, verabschiedeten uns von alten und neuen Reisebekannten und machten uns auf den Weg in Richtung der berühmten „Regenbogen-Berge“.

Dienstag, 19.08.2025

Cusco umfuhren wir weiträumig, wir hatten keine Lust, auch nur einen Meter in dieser vollen, engen Stadt voller Einbahnstraßen zu fahren. Angenehme 100 km später erreichten wir den kleinen Ort Combapata und parkten Ingo zwischen lauter Straße und Fluß neben der „Puente Colonial“, einer Steinbrücke aus dem 17. Jhd. Zumindest in die eine Richtung war die Aussicht nett.

Der bekannteste der Regenbogenberge, der „Vinicunca“ liegt auf ca. 5.200 m üN und wäre für uns auf zwei Arten zu erreichen. Entweder durch eine lange Fahrt mit einem Shuttle ab Cusco und eine anschließende anstrengende, mindestens 1,5 stündige Wanderung. Oder als Alternative über eine etwa 50 km lange Fahrt mit Ingo auf einer (für LkW gesperrten) schmalen Schotterpiste, eine mit Sicherheit schlaflose Übernachtung auf 4.650 m und ebenfalls der 1,5 stündigen Wanderung. Für uns alles indiskutabel, wir entschieden uns für den Besuch des etwas leichter zugänglichen kleinen Bruders, dem 4.900 m hohen „Palccoyo“. Wir hatten uns ein Taxi für den nächsten Morgen ab unserem „nur“ auf 3.460 m hoch liegenden Stellplatz organisiert, die Fahrt würde nur etwa 1 Stunde dauern, die Wanderung zum Ziel gilt als sehr viel leichter und wir würden auf deutlich weniger Touristen treffen.

Mittwoch, 20.08.2025

Pünktlich um 7.00 stand Rolando mit seinem kleinen Kia vor der Tür und schon nach den ersten Kilometern waren wir heilfroh nicht in Ingo zu sitzen. Die insgesamt 30 km waren zum größten Teil einspurig, die Schotterpiste schraubte sich über enge Serpentinen 1.300 m bergauf bis auf 4.800 m, alles in allem keine für Ingo geeignete Strecke, v.a. nicht bei Gegenverkehr. Da saßen wir lieber Coca Blätter kauend als Passagiere im Kleinwagen, lauschten der Modern Talking und Euro Pop Playlist und genossen die Landschaft.

Überall grasten Alpakas und Esel, die Landschaft wurde immer bunter und die Hänge waren voll mit den sog. Inka Terrassen. Die von den Inka in den Berg aus Steinen und Erde gebauten Stufen waren mit einem ausgeklügelten Bewässerungssystem versehen und ermöglichten Landwirtschaft auch in steilen Lagen. Heute leben die Menschen hauptsächlich von Viehhaltung und vom Kartoffelanbau, irgendwo müssen die über 3.000 verschiedenen Sorten die es in Peru gibt ja herkommen.

Am Ziel angekommen konnten wir schon die ersten bunten Berge bestaunen, für den alles umfassenden Rundblick war ein eigentlich einfacher Spaziergang von 1,3 km Länge erforderlich. Auch wenn der Weg relativ eben durch das Gelände lief, bei knapp 5.000 m war das kein Spaß…

Überall boten sich phantastische Ausblicke über die fast schon unwirklich erscheinende Landschaft in das Valle Roja (rotes Tal) und auf den Bosque de Piedra (Steinwald). Den Aufstieg zu dem noch einmal knapp 100 m höher liegenden „Wald“ sparten wir uns, wir waren am Ende unserer Lungenkapazität.

Die einzigartige Färbung der Berge entsteht durch die Ablagerung verschiedener Mineralien über Jahrmillionen, die dann durch tektonische Plattenbewegungen an die Oberfläche gehoben wurden. Diese Mineralien, wie Eisenoxid (rot), Mangan (rosa), Schwefel (gelb), und Kupfer (blaugrün), reagieren mit Wasser und Sauerstoff und bilden die charakteristischen Farben, die teilweise wirken wie gemalt.

Natürlich kommen die Farben nicht mit der Phantasie der diversen Künstler mit, die mehr oder weniger gute Gemälde der Berge produziert haben (s.o.), was unserer Faszination aber keinen Abbruch tat. Nach zwei Stunden machten wir uns nach einem letzten Blick auf die schneebedeckten Gipfel im Hintergrund auf den Rückweg zum mittlerweile gut gefüllten Parkplatz. Für uns war der Besuch der „Cordillera de Colores Palccoyo“ ein weiteres sehr beeindruckendes und unvergessliches Erlebnis.

Morgen geht es weiter Richtung Titicaca See, auch so etwas was irgendwie jeder kennt. Der Tourismus soll beachtlich sein, wir sind gespannt…

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Chris
Chris
4 Monate zuvor

Moin,
unglaublich diese Menschenmassen, aber mitlerweile wohl an allen namhaften Sehenswürdigkeiten die Regel. In den frühen 70´gern war die Menge an Touristen dagegen doch sehr begrenzt. Trotz allem, wieder einmal sehr anschaulich beschrieben und toll bebildert.
Euch zu begleiten ist weiterhin ein Vergnügen!!!
Bewahrt Eure Neugier.
cu
Birgit&Chris

Ulrike Dzierzon
Ulrike Dzierzon
4 Monate zuvor

Dankeschön für die tollen Bilder 🫶, und das der Kuchen bei „Ulrike „ so lecker war 💪🏻😉🤩

Gerd Rother
Gerd Rother
4 Monate zuvor

WAS soll ich sagen ?? Mir fehlen die Worte !!!

Liebe Ute, lieber Uwe !!
Eure Erlebnisse so plastisch darzustellen u.mit Fotos zu untermauern ,
Ist BEEINDRUCKEND !!
Auch wenn der Massentourismus nicht so positiv erscheinen mag , gehören doch alle Besucher und IHR , zu den “ Auserwählten “ die je die Chance , das zu erleben, erhalten haben !
Ich freue mich auf die nächsten Berichte !
( mein alter Finger , hat doch nur 4 ☆ getroffen, SORRY , es sollte
5 ☆ und 5 + sein !! )
Weiterhin ….. !!!
Gruß Gerd

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