In Peru sind wir in 8 Wochen, 5 Tagen, 21 Stunden und 53 Minuten 4.800 km gefahren, jetzt freuten wir uns auf unser 32. Reiseland mit Ingo. Unsere erste Zeit in Chile war ausgesprochen geschichtsträchtig.

Unsere Route:
Donnerstag, 04.09.2025
Die Ausreise aus Peru und die Einreise nach Chile waren entspannt, freundlich, gut organisiert und nach einer Stunde erledigt. Alles fand in einem Gebäudekomplex statt, die Parksituation war ein Traum, kein chaotisches Durchquetschen zwischen Lkw, Pkw und sonstigen Fahrzeugen und alles top ausgeschildert. Der rote Faden durch die Grenzabfertigung war das „Relacion de Pasajeros“ Formular, das am Ende sage und schreibe 6 Stempel unterschiedlicher Stationen aufwies. Bienvenidos a Chile, wenn es nur immer so laufen würde…


Chile empfing uns mit einer 4 spurigen Autobahn incl. Fahrradweg, einer modern wirkenden ersten Stadt nach der Grenze und v.a. Supermärkten, deren Sortimente uns das Herz aufgehen liessen. Hatte man das typisch südamerikanische Problem der winzigen bzw. nicht vorhandenen Parkplätze überwunden, befand man sich im Shopping Paradies für Lebensmittel. Die Kombination aus „Jumbo“ und „Lider“ (dem chilenischen „Walmart“) war perfekt, es gab einfach alles !





Mit gut gefüllten Vorratsschränken steuerten wir unseren ersten Stellplatz in Chile an, das etwas außerhalb der Stadt gelegene Museo San Miguel de Azapa. Das Museum beschäftigt sich zum Einen mit der Geschichte der Region von 7.000 v.Chr. bis heute, zum Anderen zeigt es in einer gut gemachten Ausstellung die ältesten künstlich präservierten Mumien der Welt. Entlang der Küste des heutigen Südperus und Nordchiles wurden mehrere hundert der „Chinchorro Mumien“ gefunden, die über 2.000 Jahre älter sind als ihre ägyptischen Pendants. Das Volk der Chinchorro präparierte ihre Toten unabhängig vom Alter in einem aufwändigen Verfahren, der genaue Grund ist nicht bekannt.








Freitag, 05.09.2025
Die Strecke von 200 km zu unserem nächsten Ziel war extrem gut zu fahren, landschaftlich zumindest zur Hälfte abwechslungsreich, dazu bot sie „im Vorbeifahren“ noch ein paar Sehenswürdigkeiten. Die chilenischen Straßen waren ein Traum, glatter Asphalt ohne Löcher, bergauf eine Lkw-Spur, Parkplätze, Leitplanken, wenn es neben der Straße senkrecht den Berg runter geht, keine Bodenschweller mitten auf der Landstraße etc. etc. Dazu kommen die chilenischen Autofahrer, die sich tatsächlich an Verkehrsregeln halten. Im Kreisverkehr wie überall anders auch gibt es klare Vorfahrtsregeln, niemand fährt bei rot oder überholt vor unübersichtlichen Kurven, an Zebrastreifen wird gehalten und keiner hupt. Was für eine Erholung !!! Auffällig war auch die völlige Abwesenheit von irgendwelchen Stau- und Ampelverkäufern mit ihren Chipstüten, Götterspeise-Bechern oder Maiskolben mit Käse usw.

Die Strecke führte teilweise 20-30 km stur geradeaus durch die endlose Atacama-Wüste ohne jegliche Vegetation, wir passierten aber auch saftig grüne Flußtäler und fast schon surreale Hügellandschaften.










Ohne größere Umwege fahren zu müssen kamen wir an diversen lohnenden Zwischenstopps vorbei. Zunächst an einem riesigen Coca Cola Logo am Hang, das angeblich aus 75.000 gebrauchten Flaschen gelegt wurde, es folgten die 8-9 m hohen Steinskulpturen „Tutelares“ (Schutzpatrone), die den Vorfahren gewidmet sind und den Andenvölkern huldigen sollen. Besonders gut gefielen uns aber die etwa 1.000 Jahre alten Geoglyphen aus der Inkazeit, die aus Steinen in den Berg gelegt waren und eine riesige Lama Herde darstellten.




Immer wieder gab es kleinere und größere Figuren der Chinchorro Mumien zu sehen, wir durchquerten das ehemalige Siedlungsgebiet der seit 2021 zum UNESCO Weltkulturerbe gehörenden Kultur.


Leider standen aber auch überdurchschnittlich viele Kreuze und Gedenkstätten für Unfallopfer am Straßenrand, die meisten sehr aufwändig gestaltet und gut gepflegt. Oft fanden sich mehrere Kreuzen an einer Stelle, was auf Unfälle mit öffentlichen Transportmitteln schließen lässt…




Unser Etappenziel erreichten wir in Dolores neben einer militärischen Gedenkstätte für die 1879 gewonnene Schlacht im sog. Salpeterkrieg mit Peru und Bolivien. Offenbar handelte es sich um einen Wendepunkt in dem durch Chile gewonnenen Krieg. Für uns als Nicht-Chilenen war die patriotische Bedeutung nicht ganz nachvollziehbar, uns ging es in erster Linie um einen ruhigen Stellplatz. Wir waren umgeben von Ruinen einer Siedlung, die der Salpetergewinnung diente und ansonsten nur der Atacama-Wüste und absoluter Stille.




Samstag, 06.09.2025
Nach einer himmlisch ruhigen Nacht folgten wir ein Stück der Schotterpiste durch die Ruinen der ehemaligen Salpeterabbaugebiete, bevor wir wieder auf die Hauptstraße abbogen. Unglaublich, was für riesige Flächen in dieser unwirtlichen Gegend zur Gewinnung des wertvollen Stoffes genutzt wurden und unter welchen Bedingungen die Menschen leben und arbeiten mussten. Salpeter diente zur Herstellung von Schießpulver, als Düngemittel und zur Haltbarmachung von Lebensmitteln.


Die Strecke führte weiter geradeaus durch die Atacamawüste, der trockensten Wüste der Erde. Es gibt Bereiche, in denen seit Jahrzehnten kein Niederschlag registriert wurde, die durchschnittliche jährliche Niederschlagshöhe liegt bei 0,5 mm, was etwa 1/50 der Regenmenge im Death Valley (USA) entspricht. Weite Teile der Atacama sind deshalb völlig unbesiedelt.


Einen kurzen Umweg machten wir für den „Gigante de Atacama“, der mit 115 m Höhe größten präkolumbischen menschlichen Abbildung der Welt. Höchstwahrscheinlich stellt die gigantische Geoglyphe eine Gottheit dar, erstellt zwischen 1.000 und 1.400 n.Chr. durch aufeinanderfolgende Kulturen, u.a. den Inkas. Das riesige Steinbild ist umgeben von mehreren anderen Bildern unterschiedlicher Größe, so richtig gut zu sehen sind alle eigentlich nur mit Hilfe einer Drohne.





Nur ein paar km weiter erreichten wir Humberstone und das benachbarte Santa Laura, ehemalige Salpeterwerke, die heute als Freilichtmuseen besichtigt werden können. Wir begannen mit dem Besuch des sehr weitläufigen Humberstone, das sich in allen denkbaren Formen des Erhalts bzw. Verfalls befindet.


Auszug Wikipedia: “Die Humberstone- und Santa-Laura-Salpeterwerke sind zwei ehemalige Werke zum Abbau von Chilesalpeter. Sie sind im Weltkulturerbe der UNESCO aufgelistet und seit 1961 dem Verfall ausgesetzt. Beide Werke spiegeln die Pracht und den Kontrast wider, die Chile Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts erlebte. Zu Glanzzeiten zählte Santa Laura 425 Einwohner, während in Humberstone mehr als 3500 Personen lebten. Beide Werke wurden 1872 gegründet, damals gehörte die Region noch zu Peru, 11 Jahre später, nach dem Salpeterkrieg fiel das Gebiet an Chile. Bereits 1889 gehörten die Humberstone-Werke zu den größten Salpeterwerken des Landes. Anfang der 1920er Jahre brach der Salpetermarkt nach der Einführung der in Deutschland entwickelten Ammoniak-Synthese durch Fritz Haber und Carl Bosch zusammen, viele Arbeiter wurden entlassen. Die Salpeterwerke wurden zwar weiterbetrieben, da aber der Absatz von Salpeter immer schwieriger wurde, mussten beide Anlagen 1960, bzw. 1961 schließen. Heute sind die beiden Werke Geisterstädte, die dem rauen Klima der Atacamawüste ausgesetzt sind. Auch der Diebstahl von Holzbalken trug viel zur Zerstörung bei, einige der Gebäude sind akut einsturzgefährdet. Am 16. Januar 1970 wurden die Werke zu nationalen Monumenten Chiles erklärt.“




















Insgesamt ein beeindruckender Besuch, der einmal mehr die harten und teilweise unmenschlichen Lebensbedingungen der Arbeiter verdeutlichte, die zu einem nicht unerheblichen Anteil auch aus Kindern bestanden. Am 21.12.1907 wurden im Rahmen des „Massakers von Iquique“ je nach Quelle zwischen mehreren hundert bis über 2.000 streikende Arbeiter und ihre Familien getötet, die sich in der Schule Santa Maria aufhielten. Sie hatten sich für bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen eingesetzt. Das in die Stadt geschickte Militär stürmte die Schule und feuerte auf die Menschen im Gebäude und die flüchtende Menge außerhalb.
Sonntag, 07.09.2025
Einen kurzen Spaziergang entfernt liegt Santa Laura, die sehr viel kleinere und verfallenere Anlage des Museums Komplexes. Auch dieser Besuch lohnte sich aus unserer Sicht, v.a. weil es im Gegensatz zum Vortag windstill war und man nicht ständig Angst haben musste, dass einem verrostete Wellblechteile um die Ohren fliegen. Beim Rundgang durch die Geisterstadt fühlte man sich teilweise in ein anderes Jahrhundert zurückversetzt.


Bei beiden Werken liegt der Verdacht nahe, dass man sie in ein paar Jahren nicht mehr in dieser Form besichtigen kann, v.a. die Wellblechbauten wirken zum größten Teil nicht mehr sonderlich stabil, aber auch in den anderen Gebäuden kann sich ein Bausachverständiger wochenlang beschäftigen…
















Mit dem Besuch der Ruinen von Dolores und der Besichtigung der beiden Anlagen Humberstone und Santa Laura war unser Bedarf an Salpeter-Geschichte dann aber auch gedeckt…
Montag, 08.09.2025
Werkstatttag in Iquique. Als erstes bekam Ingo neue Reifen (Bridgestone 385/65 R22.5 18 M748 TL), mittlerweile auch dringend nötig. Zwar sahen die alten noch nicht so schlimm aus wie die auf Bild 4, erste Auflösungserscheinungen machten sich aber nach ca. 80.000 km bemerkbar. Die Abwicklung war professionell, schnell und super freundlich, Mittags rollten wir neu berädert vom Hof.




Nur ein paar Türen weiter war die ziemlich kleine MAN Vertragswerkstatt „Wintata“, bei der wir eigentlich für den folgenden Vormittag einen Termin hatten. Aber da wir mit den Reifen so früh fertig und sowieso um die Ecke waren… Fragen kostet ja nichts, wir hatten Glück und konnten gleich da bleiben. Der Werkstatt-Chef nahm sich Ingos Fehlerspeicher an und wechselte den Schlauch unserer Scheibenwaschanlage, der dem Appetit irgendeines Tieres zum Opfer gefallen war und mehr Löcher hatte als ein Sieb. Auch hier waren alle extrem nett, hilfsbereit und professionell, am frühen Nachmittag war Ingos Wellnesstag erfolgreich beendet.


Ein kurzer Einkaufsstopp beim gut sortierten Lider musste noch sein, mit etwas Glück und Kreativität passten wir sogar auf den kleinen und gut gefüllten Parkplatz 🫣. Von der Stadt Iquique sahen wir außer der Skyline und gut zu fahrenden Straßen nicht viel, für eine Stadtbesichtigung war es mittlerweile zu spät und wir hatten auch genug Programm für den Tag gehabt.




Als Zwischenübernachtung steuerten wir einen „Campingplatz“ am Stadtrand an, der sich als etwas chaotischer Gewerbehof voller Schrottautos und sonstigem Altmetall entpuppte. Nachdem ein paar Gasflaschen und das Klavier zur Seite geschoben worden waren, passte Ingo auch durch die enge Zufahrt. Chef Mark sah aus wie der wiedergeborene Bob Marley und war unfassbar freundlich und positiv, genauso wie seine gerade anwesende Mutter, ein Freund des Hauses und die diversen Hunde. Wie schon häufiger der Fall machen Gastfreundschaft in Kombination mit einem sympathischen Betreiber „nicht ganz so perfekte“ Rahmenbedingungen locker wett. Die Ausstattung des Platzes war aber eigentlich top, von heißer Dusche bis zur Waschmaschine war alles vorhanden, als Tüpfelchen auf dem i kann Mark einem bei nahezu jedem technischen Problem helfen. Ein sympathischer Platz für den zweiten Blick !



Dienstag, 09.09.2025
Am späten Vormittag machten wir uns auf den weiteren Weg Richtung Süden, unser Ziel war ein nur 60 km entfernter Platz am Strand mit einer Kolonie Mähnenrobben in der Nähe. Dort angekommen disponierten wir relativ schnell um. Der eigentliche Stellplatz war zwar ganz hübsch, aber direkt neben der Straße, eine etwas abgelegenere Parkmöglichkeit hinter einer Mauer war die Müllkippe und die Kolonie Mähnenrobben bestand aus zwei Tieren in zu großer Entfernung für unsere Kamera.



Also weiter. Die landschaftlich schöne Küstenstraße bot von gelb über lila bis rot alle möglichen Schattierungen, die Gegend war kaum besiedelt, außer ein paar kleineren Fischerdörfern und vereinzelten Anglern war kein Anzeichen von Leben zu sehen. Leider lag alles in dem für die Jahreszeit typischen Pazifikdunst.






In Chile vorwärts zu kommen ist ein Genuss, die Straßen sind in einem hervorragenden Zustand und die lästigen Topes (Geschwindigkeitsreduktoren) halten sich extrem in Grenzen. Kaum gedacht endete der Traumasphalt und wir befanden uns in einer 22 km langen Baustelle mit einer Schotter/Asphalt Umgehungsstraße. Allerdings war diese Baustellenumfahrung in besserem Zustand als jede z.B. peruanische Hauptverkehrsstraße…


Die Baustelle endete direkt vor einer Zollkontrolle mitten im Nirgendwo, wo tatsächlich unsere Einreisepapiere für Ingo kontrolliert und abgestempelt wurden 🤷🏻♀️. Die armen Menschen dort haben, egal aus welcher Richtung, einen mindestens 50 km langen Arbeitsweg. Kurze Zeit später erreichten wir den Playa Caleta Guanillos, parkten Ingo vor dem angenehm sauberen Kiestrand und beendeten den Tag mit der weiteren Routenplanung. Eines unserer nächsten Ziele war die Oase San Pedro de Atacama kurz vor der Grenze zu Bolivien.




Mittwoch, 10.09.2025
Was für eine Etappe. Von 0 m auf 2.280 m, wobei die Steigungen jeweils am Anfang und am Ende lagen, die restlichen 150 km durch die Atacama Wüste führten auf 1.300 m Höhe geradeaus durch eine nicht enden wollende Allee aus Hochspannunsmasten. Was für eine unfassbar langweilige Strecke !








Wir waren heilfroh, als wir endlich die Stadt Calama und unseren Campingplatz für die folgenden zwei Nächte erreichten. Glaubt man den einschlägigen Bewertungen auf iOverlander (DER Camper Bibel für Stellplätze und sonstiges) ist die Stadt eine Ausgeburt an Kriminalität. Taschendiebstähle und v.a. Autoaufbrüche sind offenbar an der Tagesordnung, wir parkten Ingo also auf dem einzig „sicheren“ Platz in der Stadt, dem Camping Casas del Valle. Der Stellplatz war eine unattraktive staubige Fläche, auf dem Gelände leben neben drei eingesperrten Lamas geschätzt 25 Katzen und 5 Hunde, die überall ihre Ausscheidungen in Form von Tretminen hinterlassen. Der dadurch entstehende Geruch hing deutlich wahrnehmbar über allem, das Wifi war schlecht, die Besitzerin nicht besonders freundlich und der Preis eine Unverschämtheit. Aber uns blieb nichts anderes übrig…







Wir wollten die Chuquicamata Kupfermine sehen, den nach Abraumvolumen größten Tagebau der Welt. Die kostenlose 👍 Besichtigungstour war für den folgenden Vormittag gebucht und Ingo musste in der Zeit irgendwo sicher untergebracht sein.
Donnerstag, 11.09.2025
Um 11.00 war Treffpunkt beim Besucherbüro der Mine, wir wurden mit Warnweste und Helm eingekleidet, unsere Führerin Olga gab uns noch ein paar Verhaltensregeln auf den Weg und ab ging es mit ca. 18 anderen Besuchern in den bereitstehenden Bus.


Die Fahrt in die Mine dauerte etwa 20 Minuten, ein erster Stopp an einem Aussichtspunkt gab uns ein Gefühl für die Dimensionen der gigantischen Kupfermine.


Seit 1915 wird in der Mine Tagebau betrieben, seit 1971 ist Chuquicamata staatlich, der beeindruckende Abbaukrater ist 6,2 km lang, 3,5 km breit und 1,6 km tief, 25.000 Menschen sind in dem Werk beschäftigt. Die Sicherheitsvorkehrungen sind relativ hoch, unser Bus durfte sich z.B. nur mit Lotsenauto auf dem Gelände bewegen, obwohl die Besuchstour von der Betreibergesellschaft CODELCO selbst veranstaltet wird. Leider war der Blick in den Krater durch Staub und Dunst extrem eingeschränkt.



Wir fuhren eine Runde über das Gelände und bekamen ein paar Gelegenheiten zum Aussteigen und Fotografieren, allerdings leider nicht an dem größten Bagger der 40er Jahre. Das Teil stand gegenüber eines Gebäudes, in dem der Generaldirektor residiert, der offensichtlich seine Geschäfte nicht durch profane Touristen gestört wissen möchte… So blieb uns nur die Besichtigung des „kleinen Bruders“, der aber auch schon beachtliche Dimensionen aufwies. Genauso wie eigentlich alles auf dem Gelände.








Zum Schluß besichtigten wir die ehemalige Arbeiterstadt, die bis 2007 bewohnt war. Die dort lebenden Familien wurden nach Calama umgesiedelt, Grund lt. unserer Führerin war die zunehmende Staubbelastung. Nur eine Randbemerkung bekam die Tatsache, dass im Staub auch reichlich Arsen vorhanden war und (in abgemildertem Maße) immer noch ist, sowie die überdurchschnittlich hohe Krebsrate in Calama. Das gesamte Grundwasser ist bis heute belastet durch eine hohe Kontamination mit Säuren und Schwermetallen. Chuquicamata ist heute eine Geisterstadt, die wir mit einem flauen Gefühl verließen.






In direktem Umkreis von Calama gibt es kaum einen natürlichen Berg, alles was man sieht sind die gigantischen und immer noch wachsenden Abraumhalden. Aus 1.000 Tonnen Erz gewinnt man gerade einmal 5 Tonnen Kupfer… Trotzdem war das für uns ein lohnender und sehr interessanter Besuch !
Morgen geht es weiter nach San Pedro de Atacama, im Zuge der Ausgewogenheit möchten wir die nächste Zeit mehr in der Natur und weniger mit Geschichte und Kultur zubringen 😉. Die Umgebung von San Pedro zeichnet sich durch einmalige Wüstenlandschaften aus.
Chile gefällt uns bisher ausgesprochen gut !
Super Gestaltung und ja, wir vermissen den Chile Jumbo. Edle Tropfen liebt Tanja. Toll geschrieben. Herzliche Grüsse.
Mal wieder super interessant – Weiterhin gute Fahrt !