Durango war lange Zeit Schauplatz von diversen Filmproduktionen – v.a. Western wurden in den Bergen nördlich der Hauptstadt gedreht.

Unsere Route:

Dienstag, 26.12.2023

Nach einer Woche bei den sehr gastfreundlichen Betreibern des Balneario San Juan wurde es Zeit für einen Ortswechsel. Zunächst nutzten wir aber noch das freundliche Angebot von Eduardo und seinem Cousin, uns nach telefonischer Klärung zu Home Depot zu fahren, um unsere starlink Hardware abzuholen (die lt. Benachrichtigungsmail seit über einer Woche dort abholbereit auf uns wartete, aber dann doch nicht da war und erst am 26.12. eintreffen sollte). Wir waren froh über den Shuttleservice und die Übersetzung im Laden, der Parkplatz ist alles andere als Ingo-tauglich und die nur spanisch sprechenden Mitarbeiter waren nicht besonders motiviert… Am Ende hatten wir die unglaublich unhandliche Hardware aber in Händen und alles funktionierte, ab jetzt haben wir -zumindest theoretisch- keine Probleme mehr mit mangelnder Netzabdeckung.

Mittwoch, 27.12.2023

Das war mal wieder eine sehr kurze Etappe. Nach einem Großeinkauf um den über Weihnachten leer gegessenen Kühlschrank wieder aufzufüllen fuhren wir nur knapp 40 Km Richtung Norden. Unser Ziel war die John Wayne Ranch bei La Joya. Über 150 Filme wurden hier gedreht, v.a. zwischen Anfang der 50er bis in die späten 70er Jahre, die Ranch gehörte dem „Duke“, der diverse Filmkulissen auf dem Gelände errichteten ließ. Heute ist „Armando“ der Besitzer des riesigen Geländes, die Filmstadt hat ihre besten Zeiten weit hinter sich, die Landschaft ist aber nach wie vor wunderschön und bestens geeignet, die Phantasie in Sachen Cowboys und Indianer anzuregen.

Wir durchquerten weitläufige Weideflächen, passierten Kühe, Pferde und Esel und parkten Ingo für zwei Nächte weit hinter der „Stadt“ kurz vor dem Eingang zu einem Canyon mit beeindruckenden Felswänden, genossen die Ruhe und erkundeten die Gegend.

Die einzigen Lebewesen, die wir zu Gesicht bekamen, waren eine Reitergruppe, eine Familie im Pickup Truck und ein paar frei laufende Pferde, von den reichlich vorhandenen Ameisen einmal abgesehen, die aber glücklicherweise vor der Tür blieben.

Freitag, 29.12.2023 bis Dienstag, 02.01.2024

Von der typischen Westernlandschaft in Vulkangebiet. Ca. 50 Km weiter nördlich erreichten wir südlich von dem schön zwischen Felsen gelegenen Ort Ricardo Flores Magón den beeindruckenden Krater des Volcán el Jagüey.

Wir parkten Ingo direkt am Kraterrand und beschäftigten uns zunächst mit der Beseitigung der großflächig in Ingo verteilten Milch. Während der Fahrt war der Kühlschrank aufgegangen und 2 Milchtüten hatten den Sturz nicht überlebt…

Den restlichen Nachmittag wunderten wir uns über den stetigen Besucherstrom, offensichtlich waren wir bei einem beliebten Ausflugsziel und instagram-Spot gelandet. Von dem regen landwirtschaftlichen Verkehr ganz zu schweigen. Mit einsetzender Dunkelheit waren wir aber alleine und standen wieder in absoluter Ruhe, bis auf den auffrischenden Wind und die heulenden Kojoten…

Samstag, 30.12.2023 bis Dienstag 02.01.2024

Für Silvester war uns bei dem Krater eindeutig zu viel los. Wir zogen um und quartierten uns für die nächsten beiden Tage neben einem nicht befahrenen Feldweg ein. Zwar landschaftlich nicht so spektakulär wie neben dem Vulkan und relativ dicht an einem nicht besonders hübschen Firmengelände, aber absolut ruhig und ungestört.

Für uns der ideale Stellplatz für einen entspannten Jahreswechsel ohne Geböller und Raketen.

Eigentlich wollten wir am 01.01. wieder Richtung Durango fahren, spontan verlängerten wir unseren Aufenthalt in der fast menschenleeren und geräuschlosen Prärie und begaben uns erst einen Tag später wieder in die Zivilisation.

Dienstag, 02.01.2024 bis Donnerstag, 04.01.2024

Manchmal ist bekanntes Terrain von Vorteil. Nach einem erneuten Einkaufsstopp am gut anfahrbaren AL Super in Durango, quartierten wir uns nochmals am Balneario San Juan ein, nutzen den Wäscheservice und beschäftigten uns u.a. mal wieder mit unserer weiteren Routenplanung.

Nach zwei relativ ereignislosen Tagen ging es weiter Richtung Zacatecas.

Donnerstag, 04.01.2024

Für den Besuch von Nombre de Dios, einem kleinen, hübschen und sehr bunten Pueblo Magico, mussten wir noch nicht einmal einen Umweg fahren, das älteste Dorf des Bundesstaates Durango (gegründet 1563) lag direkt auf dem Weg. Es kann u.a. mit drei Missionskirchen aufwarten, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehören.

Unser eigentliches Ziel war aber der Parque Nacional Sierra de Órganos im Bundesstaat Zacatecas, ein nur 11 Km2 großer und einer der jüngsten Nationalparks Mexikos. Namensgeber sind die Felsformationen, die (wohl) an Orgelpfeifen erinnern, auf jeden Fall aber eine tolle Kulisse abgeben, v.a. mit den unzähligen Steinadlern, die ihre Kreise um die Felsnadeln ziehen. Wir parkten Ingo für die nächsten drei Nächte zu Füßen eines Gesteinsmassivs und freuten uns auf die Erkundung des Parks bei leider sehr stürmischem Wetter.

Im Anschluss wollen wir Zacatecas, der Hauptstadt des gleichnamigen Staates einen Besuch abstatten, bevor wir uns Richtung Süden und in wärmere Gefilde auf den Weg machen werden. Momentan ist es mit Nachttemperaturen um den Gefrierpunkt ziemlich frisch, auch wenn das Thermometer tagsüber meistens um die 20°C schafft.

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Gerd Rother
Gerd Rother
1 Monat zuvor

Moin Ihr Beiden ! Nochmal vielen Dank für die Guten Wünsche zum .. ! Wie schön , mit einer Drohne die beeindruckende Landschaft aus dieser Perspektive zu sehen !!
Weiterhin 👍👍 und liebe Grüße Gerd

Chris
Chris
1 Monat zuvor

Moin Ihr Lieben,
ja, Hamburg Schnee, -1°, soll noch runtergehen, Niedersachsen steht dagegen weitflächig unter Wasser…wie immer ein toller Bericht von Eurer Tour, mit eindrucksvollen Bildern.
Liebe Grüße
Birgit&Chris

Peter Moh
Peter Moh
1 Monat zuvor

Hallo ihr Lieben, frohes neues Jahr. Ihr habt dort beneidenswertes Wetter. Hamburg versinkt im Regen und Schnee. Viele Grüße in die Sonne ☀️ Peter

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