Unsere erste Woche in der Gegend um Yuma war heiß. Tagestemperaturen um die 40 °C machten den Aufenthalt bei der ehemaligen Goldgräberstadt Tumco nicht unbedingt angenehmer.

Unsere Route:

Mittwoch, 18.10. bis Montag, 23.10.2023

Sehr schade, eigentlich ist die Gegend toll, durchzogen mit Wegen durch die Berge und das Minengelände. Gut, dass wir am Jahresanfang schon einmal hier waren, dieses Mal sahen wir von all dem nichts. Ingo stand malerisch zwischen den Felsen und wir rotierten dem Schatten hinterher um ihn herum. So lange, bis es auch dafür zu heiß wurde und wir uns bei laufender Klimaanlage (und laufendem Generator ☹️) nach drinnen verzogen.

Die Nächte brachten in keinster Weise Abkühlung, von wegen Nachts ist es in der Wüste kalt… In dieser nicht.

Unser fast ständiger Begleiter…

Zwei Mal fuhren wir für ausgedehnte Besorgungs- und Erledigungstouren in klimatisierten Geschäften nach Yuma, ansonsten sahen wir so gut wie keine Menschen. Der einzige, der sich das Klima in der Wüste außer uns noch antat, war ein kleiner, sehr zutraulicher Kit-Fuchs der sich ausnehmend für unseren Grill interessierte.

Nach ein paar Tagen wechselten wir den Standort und fuhren in den Norden von Yuma.

Montag, 23.10. bis Donnerstag, 26.10.2023

Wieder stellten wir uns auf bekanntes Terrain. Aus der riesigen Wüstenregion zwischen Yuma und dem Colorado River sind wir das letzte Mal vor unzähligen ATVs, Motorrädern und v.a. Schüssen geflüchtet, was aber vermutlich der Tatsache geschuldet war, dass wir an einem Wochenende dort waren. Hofften wir zumindest…

Unsere Rechnung ging auf, dieses Mal waren wir völlig alleine auf weiter Flur und bis auf ein paar sehr tief fliegende Hubschrauber der Army ab und zu war kaum ein Lebenszeichen zu sehen.

Abgesehen von einer weiblichen Ameisenwespe, deren Stich angeblich der schmerzhafteste in der Insektenwelt ist. Das erklärt das schlechte Handy-Foto…

Der eigentliche Grund unserer Rückkehr war aber das nahe gelegene Valley of the Names. Wir wollten die USA nicht verlassen, ohne uns hier noch einmal von Basti verabschiedet zu haben.

Für uns, wie für unzählige andere Menschen, die hier Namen und Botschaften in Stein verewigen, ist dieser Ort etwas ganz Besonderes.

Auf dem Rückweg legten wir dann bei über 30°C noch eine kleine Zwangspause mit körperlicher Betätigung ein. Der Weg zu einem potentiellen Stellplatz in unmittelbarer Nähe endete in weichem Sand. Mit ein bisschen Glück und Graben schafften wir es ohne fremde Hilfe uns zu befreien und kehrten reumütig an unseren alten Stellplatz zurück.

Donnerstag, 26.10. bis Dienstag, 07.11.2023

Der Freizeit-Wochenendverkehr setzte dieses Mal schon etwas früher ein. Wir ergriffen die Flucht und fuhren zurück zu „unserer“ beschaulichen Goldmine. Die Vorstellung, in der ansonsten völlig ruhigen Wüste von irgendwelchen „Sportschützen“ umgeben zu sein ist v.a. nach dem aktuellen Amoklauf in Maine unerträglich. Ca. 20 Menschen verloren ihr Leben durch einen schwer bewaffneten Irren. Besonders absurd an der Geschichte ist, dass nahezu jeder US Amerikaner, dem wir von unseren Mexiko Reiseplänen erzählen, uns vor diesem „wahnsinnig gefährlichen“ Land warnt.

Der jetzige Amoklauf in Lewiston ist die 565. Massenschiesserei in den USA alleine in diesem Jahr. Im Durchschnitt also 1,89 pro Tag – von den unzähligen „kleinen“ Vorkommnissen ganz zu schweigen.

Ab Samstag hatten wir ein sehr unterhaltsames Nachbarschaftstreffen in der Wüste. Regine und Marc (instagram), die in Heidenheim direkt neben uns wohnen, kamen auf ihrem Weg nach Mexiko vorbei und wir verbrachten ein paar tolle Tage und Abende.

Um das Heimatgefühl auf die Spitze zu treiben, gab es am Sonntag Linsen mit selbst gemachten Spätzle (Danke Marc !!!).

Aber auch ansonsten waren das kulinarisch herausragende Tage (Danke Regine !!!).

Wir freuen uns auf unser nächstes Treffen mit euch in Mexiko.

Davon abgesehen dümpelten die Tage so vor sich hin, ab und zu fuhren wir für Erledigungen nach Yuma, setzten ein paar Verbesserungsideen an Ingo um, im Großen und Ganzen wurde es aber zunehmend langweiliger und wir gingen uns vermehrt auf die Nerven…

Das letzte unserer drei Pakete aus Deutschland sollte am Dienstag eintreffen, sofort danach werden wir uns auf den Weg nach Phoenix machen. Drei Wochen rund um Yuma sind mehr als genug !

Montag, 06.11 2023 und Dienstag, 07.11.2023

Als schönes Geburtstagsgeschenk für mich erreichte uns am Montag die Nachricht „beide Pakete sind da !“ Yippiehhh ! Endlich konnte es weiter gehen. Meinen Geburtstag verbrachten wir aber noch am gewohnten Ort, holten Dienstag die Pakete beim UPS Store in Yuma ab und machten uns auf die Weiterreise Richtung Osten.

Als Zwischenstopp wählten wir wieder eine Wüste, dieses Mal aber aus Lavagestein und feinem schwarzen Lavastaub (toll im Auto…🤪) mit ein paar Saguaro-Kakteen dazwischen.

Donnerstag sind wir in Phoenix verabredet, wir werden einige Tage bleiben und die Großstadt noch für ein paar Besorgungen nutzen, bevor es Mitte des Monats nach Mexiko geht.

5 4 votes
Article Rating
Author

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
2 Comments
neueste
älteste meiste Bewertungen
Inline Feedbacks
View all comments
Steffie&Thorsten
Steffie&Thorsten
7 Monate zuvor

Herzlichen Glückwunsch nachträglich, liebe Ute von Steffie und Thorsten 💝💐🫶🏻
team :Max.Exmo
PS: es ist immer schön, eure authentischen Reiseberichte zu lesen ☺️

Kim and Jay
Kim and Jay
7 Monate zuvor

The little fox! So cute. We did not go farther west in AZ than Organ Pipe so this was all new to me. You eat good at camp! That dinner looked really delicious. We are going to be in Mesa during February. If you’re in the area, let me know. Would love to meet again. Happy Travels and enjoy Mexico!

Translate »