Unsere ersten knapp zwei Wochen nach der Wiedereinreise in Argentinien waren extrem abwechslungsreich. Von hübschen Städten über tolle menschliche Begegnungen bis zu einem versunkenen Ort und einem verlassenen Hotel war alles dabei.

Unsere ersten knapp zwei Wochen nach der Wiedereinreise in Argentinien waren extrem abwechslungsreich. Von hübschen Städten über tolle menschliche Begegnungen bis zu einem versunkenen Ort und einem verlassenen Hotel war alles dabei.

Wenn zwei relativ erfahrene Overlander phasenweise keine Lust auf eine zeitraubende Reiseplanung für die nächsten Monate unter Berücksichtigung der Trocken- und Regenzeiten, Temperaturen, Jahreszeiten, evtl. Paarungszeiten irgendwelcher Wildtiere, maximalen Aufenthaltszeiträumen in diversen Ländern etc. etc. haben, dann kann nichts Vernünftiges dabei herauskommen… Diese Erfahrung machten wir in Uruguay.

Uruguay gilt (auch preislich) als die „Schweiz Südamerikas“, es ist das kleinste spanischsprachige Land des Kontinents und gehört zu den stabilsten, demokratischsten und wohlhabendsten Ländern Südamerikas. Bekannt ist es v.a. für sein exzellentes Rindfleisch und guten Wein. Klang alles erstmal nicht schlecht, wir waren gespannt.

Die Hauptstadt Argentiniens hat in der Metropolregion etwa 13 Mio. Einwohner, im südamerikanischen Vergleich gilt sie als relativ sicher, die Architektur ist stark europäisch geprägt, sie ist bekannt als Geburtsort des Tango und für ihre Leidenschaft zu Büchern und Fußball und jeder schwärmt von ihr. Das schürte hohe Erwartungen…

…den See-Elefanten. Bei „Urmel aus dem Eis“ ist der See-Elefant „Seele-Fant“ kein besonders fröhlicher Zeitgenosse. Gewöhnlich sitzt er weit draußen auf einem einsamen Felsenriff und singt eines seiner „traurögen“ Lieder. Besonders traurig sahen die Seeelefanten am Playa Isla Escondido zum Glück nicht aus, laut „gesungen“ haben sie aber auch.

1.300 km hin und zurück incl. 3 Fährüberfahrten betrug in etwa der Umweg nach Puerto Montt zu MAN, aber was tut man nicht alles für sein rollendes Zuhause. Wenigstens bewegten wir uns wieder auf der schönen Carretera Austral.

Gut, dass wir keinen Youtube Channel betreiben, sonst würde wahrscheinlich der Titel des Films so oder ähnlich lauten, Ute würde Haare raufend und mit entsetztem Gesicht vor Ingo stehen und Uwe mit ölverschmiertem Arbeitsoverall daneben. Doch dazu weiter unten mehr 😉, zunächst genossen wir u.a. den Perito Moreno Nationalpark.

Etwa 4.300 km Luftlinie entfernt lag eine gedachte rote Linie von Chile über Bolivien bis Brasilien, bis zu der wir gerne mindestens noch reisen wollten. Klang nicht besonders weit, unterwegs gab es aber viel zu sehen, die tatsächliche Strecke würde ein Vielfaches betragen… Der lange Weg zurück nach Norden führte unweigerlich durch das stürmische Patagonien.

Die Antarktis ist der kälteste, trockenste und windigste Kontinent der Erde, der den Südpol umgibt und fast vollständig von einer dicken Eisschicht bedeckt ist. Sie besteht aus dem Festland Antarktika, dem umliegenden Südpolarmeer und ist ein riesiges Süßwasserreservoir, das 80 % des Eises der Erde beherbergt. Trotz extremer Bedingungen beheimatet sie einzigartige Tierarten wie Pinguine, Robben und Wale und wird durch den Antarktisvertrag als Naturreservat für Wissenschaft und Frieden geschützt, obwohl sie zunehmend vom Klimawandel bedroht ist. Und sie ist so schön, dass sie einen sprachlos macht.

Ihren Namen verdankt die Inselgruppe an der Südspitze Südamerikas dem portugiesischen Seefahrer Magellan, der bei der Erkundung der nach ihm benannten Magellanstraße nachts zahlreiche Feuer am Ufer sah und das Land daher Feuerland genannt hat. Betreten hat er es vermutlich nie.
