Wenn Patagonien nicht so schön wäre… Nur deshalb waren der an den Nerven zehrende permanente Wind, die Kälte und der viele Regen auszuhalten. Und das nannte sich Sommer !

Wenn Patagonien nicht so schön wäre… Nur deshalb waren der an den Nerven zehrende permanente Wind, die Kälte und der viele Regen auszuhalten. Und das nannte sich Sommer !

Mit dem Fitz Roy Massiv und dem Gletscher Perito Moreno besuchten wir zwei der Hauptattraktionen des Parque Nacional Los Glaciares. Kaum etwas wird mehr mit Patagonien in Verbindung gebracht als diese beiden beeindruckenden Landschaften.

Um es gleich vorwegzunehmen, die Piste war zwar teilweise anspruchsvoll und wurde immer schmaler, je weiter südlich wir kamen, insgesamt war sie aber doch sehr viel harmloser und einfacher zu befahren als wir erwartet hatten. Umso besser, so hatten wir mehr Blicke für die tolle Landschaft um uns herum übrig.

Die Carretera Austral ist 1.240 km lang und verbindet Puerto Montt mit dem abgeschiedenen 500 Seelen Dorf Villa O‘ Higgins, ab dort ist eine Weiterreise mit dem Auto nicht mehr möglich, weiter geht es nur noch mit dem Boot.

Nach einer kurzen Fährfahrt hatten wir das Gefühl in einem anderen Land zu sein. Wir kamen uns ein bisschen vor wie in den schottischen Highlands, wo es zur Landschaft passende Sagen und Legenden gibt und die Menschen ein wenig anders sind als im Rest der Nation.

Chile empfing uns mit einer tollen Landschaft aus hauptsächlich Seen vor Vulkanen, unsere zweite Runde in diesem schönen Land hätte besser nicht starten können.

Mit relativ hohen Erwartungen kamen wir im nördlichen Teil Patagoniens an, v.a. freuten wir uns auf die „Ruta de los siete Lagos“ (Sieben Seen Straße). Dieser 100 km lange Abschnitt der Ruta 40 gilt als besonders malerisch, Hauptort der Region ist das viel gepriesene Bariloche.

Unsere erste Runde in Chile dauerte 5 Wochen, 2 Tage, 23 Stunden und 6 Minuten, 3.616 km sind wir in dieser Zeit gefahren. Zeit für eine kleine Unterbrechung, wir reisten nach Argentinien.

Mit Valparaíso und Santiago de Chile besuchten wir die statistisch gefährlichsten Städte des Landes, v.a. was die Kleinkriminalität anbelangt. Uns haben beide auf ihre Art gefallen und so ganz konnten wir die offensichtliche Nervosität der Einwohner nicht nachvollziehen.

Chile ist im Durchschnitt nur 180 km breit, der Weg an die Küste ist also eigentlich nie richtig weit – leider. Wie immer zogen wir die Berge dem Meer vor, v.a. wenn sie so aussehen wie im Regenbogental.
